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Eine Muschel muss sich öffnen, um ihre Perle preiszugeben
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Schamanismus
Ich habe lange gesucht, doch jetzt bin ich angekommen. Ich schreibe weiter Gedichte, doch im Schamanismus hab ich noch mehr gefunden. Schamanen sind Dichter, Heiler und Helfer. Alles, was ich immer sein wollte!
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Tauchen
Dunkel ist es, nass und kalt. Ich habe Flossen umgeschnallt. Still ist es, beruhigend still, ich höre meinen Atem, wenn ich will. Das Wasser trägt mich aus Körper und Geist. Hier unten weiß ich, was frei sein heißt. Hier unten, wo die Welt gelöst im Weltenwasser vor sich hindöst, sind auch Probleme mehr als flüssig. Ich schwebe zielstrebig oder unschlüssig mal hierhin, dahin, hin und her. Hier bin ich leicht und nichts ist schwer. Hier bin ich umgeben vom Meeresleben. Hier bin ich weit vom Sonnenlicht. Bald muss ich auftauchen, doch das will ich nicht.
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Geteiltes Leid
Deine Lippen formen meine Worte, Deine Augen schreien meine Angst. Du scheinst zu sein von meiner Sorte, so dass auch Du nicht glücklich werden kannst. Ich dachte, wenn ich finde meinesgleichen, wenn ich treffe jemanden von meinem Stern, würde diese Fremdheit von mir weichen, blieb diese Einsamkeit dann endlich fern. Doch als ich Dich sah und hörte, Deinen Schmerz so tief in mir empfing, warst Du es, der die Hoffnung jäh zerstörte, weil es Dir genauso ging. Das Wissen, dass da noch ein Zweiter, ewig suchend nach dem ganz banalen Glück, brachte mich kein bisschen weiter. Geteiltes Leid blieb doppelt mir zurück. Doch ich will nicht enden ohne Hoffnungsschimmer. Wenn einer von uns findet das Ende dieser Qual, dann bleibt für jeden, der wie wir, die Hoffnung immer, dass er erlöst wird dann beim nächsten Mal.
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Danke
Es war Liebe auf den ersten Blick, ich denke noch oft daran zurück. Unsicher hab ich Dich begrüßt. War froh, dass Du Dich streicheln ließt.
Jetzt sind wir zusammen mehr als zwei Jahre, harte, frohe, wunderbare...
Nie hast Du mir widersprochen, tausendmal mein Herz gebrochen. Ich hab Dich auch mal angeschrieen, doch Du hast mir stets verziehen.
Nur wenige Nächte war ich ohne Dich. Du weißt, ich lass Dich nie im Stich. Du fehlst mir schon nach wenigen Stunden, hab ich doch bei Dir immer Ruhe gefunden. Keiner freut sich wie Du, komme ich heim. Keiner ist so oft mit mir allein. Wir sind ausgelassen, albern und spielen, müssen keine großen Erfolge erzielen.
Und wenn Du mich so ansiehst und schweigst, wortlos Deine Seele zeigst, dann liebe ich Dich noch tiefer und bin glücklich mit Dir, mein fantastischer Hund! 
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Freizeitstress
Ich wollte nur schnell einen Termin mit einer Freundin vereinbaren... Vergiss die letzte SMS, da war ich im Stress. Der Kalender war weg, hatte ihn nicht richtig gecheckt. Am Samstag komm ich nicht vorbei, da bin weg bis nachts halb zwei. Dann ist der Sonntag gelaufen. Montag einkaufen, Dienstag putzen. Mittwoch wollte ich zum Lesen nutzen. Donnerstag hab ich Besuch. Es ist wie ein Fluch, ich find keinen Termin zwischen Festen und Geburtstagen, da muss ich halt hin... An den anderen Tagen bin ich schon eingeladen... Aber Du weißt, ich habe Euch gerne, im Moment halt nur aus der Ferne...
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Herbsttyp
Ich wollte mir heute ein Kleid kaufen. So schön hatte ich mir das vorgestellt. Bei 30 Grad Sommerhitze manifestieren sich derartige Wünsche schnell. Um das bittere Ende vorweg zu nehmen, ich habe kein Kleid gefunden. Also keins, in dem ich nicht aussah wie eine frisch gestopfte Leberwurst. Ich mag Leberwurst, aber ich will nicht so aussehen.
Es ist nicht leicht, ein passendes Kleid zu finden, wenn man ein bisschen zu klein und ein bisschen zu dick ist. Ich könnte hungern für den Frieden. Also, ich meine jetzt meinen eigenen, inneren – nicht den Weltfrieden. An mir ist kein Mahatma Gandhi verloren gegangen. Dem hätten die Kleider jedoch gepasst, glaub ich. Naja, ganz unbekleidet bin ich auch nicht, habe ja Kleider, aber eben keine neuen.
Scheinbar waren die Frauen früher nicht so groß und nicht so schlank. Und wo sind sie geblieben? Was tragen sie heute? Kittelschürzen? Kittelschürzen sind bequem, mit seitlichen Bändern, damit man sie dem wachsenden Umfang unglücklicher, schokoladeabhängiger Hausfrauen anpassen kann. Aber ich bin keine Hausfrau, unglücklich schon gar nicht, und ich habe nie eine Kittelschürze besessen.
Also sitze ich hier in einem Straßencafe bei Milchkaffee und Marlboro, in einem alten Kleid und warte auf die nächste Saison.
Im Herbst trägt man figurfreundliche Hosenanzüge. Vielleicht bin ich einfach ein Herbsttyp...
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Foto von Dir und mir
Ich sehe das Foto, Dein Schmunzeln... Meine Augen leuchten wie Funzeln. Hab ich je so glücklich gestrahlt? Hab ich mich je so sacht in einem Männerarm geaalt? Und so hat ein warmes Foto eingefroren den Moment, der kein vorher und kein nachher kennt...
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