Eine Muschel muss sich öffnen, um ihre Perle preiszugeben
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Herbsttyp

Ich wollte mir heute ein Kleid kaufen. So schön hatte ich mir das vorgestellt. Bei 30 Grad Sommerhitze manifestieren sich derartige Wünsche schnell.
Um das bittere Ende vorweg zu nehmen, ich habe kein Kleid gefunden. Also keins, in dem ich nicht aussah wie eine frisch gestopfte Leberwurst. Ich mag Leberwurst, aber ich will nicht so aussehen.

Es ist nicht leicht, ein passendes Kleid zu finden, wenn man ein bisschen zu klein und ein bisschen zu dick ist. Ich könnte hungern für den Frieden. Also, ich meine jetzt meinen eigenen, inneren – nicht den Weltfrieden. An mir ist kein Mahatma Gandhi verloren gegangen. Dem hätten die Kleider jedoch gepasst, glaub ich. Naja, ganz unbekleidet bin ich auch nicht, habe ja Kleider, aber eben keine neuen.

Scheinbar waren die Frauen früher nicht so groß und nicht so schlank. Und wo sind sie geblieben? Was tragen sie heute? Kittelschürzen? Kittelschürzen sind bequem, mit seitlichen Bändern, damit man sie dem wachsenden Umfang unglücklicher, schokoladeabhängiger Hausfrauen anpassen kann. Aber ich bin keine Hausfrau, unglücklich schon gar nicht, und ich habe nie eine Kittelschürze besessen.

Also sitze ich hier in einem Straßencafe bei Milchkaffee und Marlboro, in einem alten Kleid und warte auf die nächste Saison.

Im Herbst trägt man figurfreundliche Hosenanzüge. Vielleicht bin ich einfach ein Herbsttyp...

19.7.08 22:29
 



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